Namensliste erstellen: Wen aufschreiben? So kommst du auf 100 Namen
- Auf die Namensliste gehören alle Menschen, die du persönlich kennst und an die du dich erinnerst, unabhängig davon, ob sie für das Geschäft infrage kommen.
- Mit Lebensbereichen und Gedächtnisfragen gelingt das leichter als mit freiem Nachdenken. In der ersten Runde genügt der Name.
- Wen du später wann ansprichst, entscheidest du in einem eigenen Schritt.
Ein leeres Blatt, ein Stift, fünf Minuten. Die Mutter, die Schwester, die beste Freundin, zwei Kolleginnen, der Nachbar von gegenüber. Bei Name elf ist Schluss. Dabei sollen es hundert werden.
Das passiert fast jedem, der die Namensliste zum ersten Mal erstellt. Freies Erinnern liefert schnell die Menschen, mit denen man ohnehin täglich Kontakt hat, und kommt dann ins Stocken. Hinzu kommt eine innere Stimme, die vorab aussortiert: „Der hat bestimmt keine Zeit.“ „Die ist nicht der Typ dafür.“
Dieser Artikel zeigt ein Vorgehen in drei Schritten, mit dem sich die Liste füllt. Wofür die Namensliste taugt und wo die Kritik daran berechtigt ist, beschreibt der Artikel Namensliste im Network Marketing.
Schritt 1: Welche Lebensbereiche gehst du durch?
Die Frage lautet pro Lebensbereich „Wen kenne ich aus …?“. Ein Bereich nach dem anderen liefert deutlich mehr Namen als der Gesamtblick auf alle Bekannten.
| Lebensbereich | Gedächtnisfrage |
|---|---|
| Familie | Wer gehört zur engeren und weiteren Familie, auch angeheiratet? |
| Freundeskreis | Wer war in den letzten Jahren auf meinen Feiern oder hat mich eingeladen? |
| Arbeit heute | Wer arbeitet mit mir, wer in angrenzenden Abteilungen? |
| Frühere Arbeitgeber | Mit wem hatte ich in früheren Jobs regelmäßig zu tun? |
| Schule, Ausbildung, Studium | Wer saß neben mir, mit wem habe ich gelernt? |
| Verein, Sport, Hobby | Wen sehe ich regelmäßig beim Training, im Kurs oder in der Gruppe? |
| Nachbarschaft | Wen grüße ich im Haus, in der Straße, im Viertel? |
| Kinder | Wen kenne ich aus Kita, Schule und Spielplatz, auch die Eltern anderer Kinder? |
| Dienstleister | Wen kenne ich persönlich: Friseurin, Trainer, Handwerker, Stammcafé? |
| Soziale Netzwerke | Mit wem schreibe ich dort wirklich ab und zu? |
| Urlaub und Reisen | Wen habe ich unterwegs kennengelernt und gelegentlich wieder gehört? |
Jeder Bereich bekommt einige Minuten. Zwischen den Bereichen fallen oft Namen ein, die schon an anderer Stelle hätten stehen können. Sie werden einfach ergänzt.
Schritt 2: Welche Gedächtnisfragen helfen gegen die Leere?
Wenn ein Bereich ausgeschöpft scheint, helfen Fragen, die das Gedächtnis über konkrete Situationen ansteuern:
- Wem habe ich zuletzt zum Geburtstag gratuliert?
- Wer hat mich in den letzten zwei Jahren um Rat oder eine Empfehlung gebeten?
- Wen würde ich spontan zu einem Kaffee einladen?
- Wem habe ich in den letzten Monaten einen Gefallen getan oder von wem einen bekommen?
- Wen habe ich zuletzt auf Instagram oder Facebook kommentiert, und wer hat mich kommentiert?
- Wen würde ich bei einem Umzug um Hilfe bitten?
- Mit wem habe ich lange nicht gesprochen und freue mich trotzdem, wenn die Person sich meldet?
Eine verbreitete Gedächtnisstütze ist auch der Blick in die eigene Telefonliste. Dort stehen Namen, die im Kopf längst verschwunden sind. Das Durchgehen dient dabei der Erinnerung. Welche Namen tatsächlich auf die Liste wandern, entscheidest du beim Aufschreiben.
Schritt 3: Warum erst alles aufschreiben und dann Nähe markieren?
Die wichtigste Regel steht schon im Artikel zur Namensliste und bestimmt die Qualität der Liste: Erst sammeln, dann bewerten. Wer beim Aufschreiben entscheidet, wer „infrage kommt“, kürzt die Liste vor dem ersten Gespräch.
Eine einfache Struktur reicht für den Anfang:
| Vorname | Nachname | Lebensbereich | Nähe | Letzter Kontakt |
|---|---|---|---|---|
| Anna | Beispiel | Sportverein | locker | vor 3 Monaten |
| Jonas | Beispiel | Frühere Arbeit | lange nicht gesprochen | vor 2 Jahren |
| Mara | Beispiel | Nachbarschaft | nah | letzte Woche |
Die Spalte „Nähe“ kann drei Stufen haben: nah, locker, lange nicht gesprochen. Sie beschreibt die Beziehung und sagt nichts über Interesse am Geschäft.
Datensparsamkeit schon beim Aufschreiben
Wer eine Liste zu geschäftlichen Zwecken führt, verarbeitet personenbezogene Daten. Nach dem Grundsatz der Datenminimierung (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO) sollen nur die Daten erfasst werden, die für den Zweck erforderlich sind. Für die erste Runde genügen Name und Lebensbereich. Telefonnummer, E-Mail und Gesprächsnotizen kommen erst dazu, wenn ein Gespräch wirklich ansteht. Die Grundlagen beschreibt der Artikel DSGVO im Network Marketing.
Wie kommst du in drei Sitzungen auf 100 Namen?
Als Orientierung:
- Sitzung 1 (etwa 20 bis 30 Minuten): Die Lebensbereiche Familie bis Schule durchgehen.
- Sitzung 2 (etwa 20 bis 30 Minuten): Verein bis Urlaub durchgehen.
- Sitzung 3 (etwa 20 Minuten): Gedächtnisfragen stellen, Telefonliste durchsehen, Nähe markieren.
Mehrere kurze Sitzungen an verschiedenen Tagen liefern oft mehr Namen als eine lange. Zwischen den Sitzungen fallen einem Namen ein, die vorher nicht präsent waren.
Wer bei 60 oder 80 Namen endet, hat damit ebenfalls eine tragfähige Liste. Die 100 ist ein Richtwert, der den Blick weitet. Wer als Sponsor neue Partner beim Erstellen begleitet, findet den Ablauf im Artikel neue Partner einarbeiten.
Warum sind Aufschreiben und Ansprechen zwei Schritte?
Wer auf der Liste steht, wird nicht automatisch angesprochen. Die Liste hält fest, wen man kennt. Wer wann und wie angeschrieben wird, entscheidet sich später, mit Blick auf die jeweilige Situation.
Einige Beispiele, in denen Zurückhaltung üblich ist:
- Menschen, die gerade in einer belastenden Lebenslage stecken
- sehr enge Beziehungen, in denen ein Gespräch über das Geschäft die Beziehung belasten könnte
- Personen, die auf eine Anfrage bereits klar abgesagt haben (zum Umgang damit: Artikel Absage im Network Marketing)
So bleibt die Liste eine Gedächtnisstütze.
Wie kommt die Liste ins System?
Wer die Namen zunächst in einer Tabelle gesammelt hat, kann die Datei in teamora als Excel oder CSV importieren. Für berufliche Kontakte kannst du in teamora Visitenkarten scannen. Die 100er-Namensliste in teamora hält Namen, Status und die nächsten Schritte zusammen. Im nächsten Schritt kannst du daraus warme Kontakte auswählen. Wie aus den ersten Gesprächen ein Rhythmus für das Nachfassen wird, beschreibt der Artikel Follow-up im Network Marketing.
Zum Schluss
Eine gefüllte Namensliste ist ein guter Anfang, der Mut macht, weil sie zeigt, wie viele Menschen man kennt. Die Arbeit beginnt danach mit den Gesprächen.
Quellen
Häufige Fragen
Wen schreibe ich auf die Namensliste?
Alle Menschen, die du persönlich kennst und an die du dich erinnerst, aus allen Lebensbereichen: Familie, Freunde, Arbeit, Schule, Verein, Nachbarschaft, Kinder, Dienstleister und Netzwerke. Ob jemand zum Geschäft passt, spielt beim Aufschreiben keine Rolle.
Wie komme ich auf 100 Namen?
Mit Lebensbereichen und Gedächtnisfragen. Jeder Bereich wird einzeln durchgegangen, danach helfen Fragen wie „Wem habe ich zuletzt zum Geburtstag gratuliert?“ oder der Blick in die Telefonliste. Mehrere kurze Sitzungen an verschiedenen Tagen führen meist weiter als eine lange.
Wie lange dauert es, eine Namensliste zu erstellen?
Als Orientierung genügen drei Sitzungen von jeweils etwa 20 bis 30 Minuten, verteilt auf einige Tage.
Muss ich Familie und enge Freunde aufschreiben?
Aufschreiben ja, ansprechen entscheidet sich später. Die Liste ist eine Bestandsaufnahme, und bei engen Beziehungen ist Zurückhaltung beim Ansprechen üblich.
Darf ich Kontakte aus meinem Handy für die Liste übernehmen?
Das Durchsehen der eigenen Telefonliste als Gedächtnisstütze ist unproblematisch. Sobald Daten zu geschäftlichen Zwecken in eine Liste oder ein System wandern, handelt es sich um die Verarbeitung personenbezogener Daten. Hilfreich ist, zunächst nur das Nötige zu erfassen. Eine rechtliche Einzelfallprüfung ersetzt dieser Hinweis nicht.
Was passiert nach der Liste?
Die Liste ist der Ausgangspunkt für die ersten Gespräche. Danach sind Status, Gesprächsnotizen und ein fester Rhythmus fürs Nachfassen gefragt, damit Kontakte nicht im Alltag verloren gehen.
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