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45er-Pipeline: Warme Kontakte auswählen und den Status pflegen

RMRonny MühlbachGründer von teamora 20. Oktober 2026 7 Min. Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
  • Die 45er-Liste enthält die vielversprechendsten Kontakte aus deiner Namensliste, also die Menschen, mit denen du zuerst ein Produktgespräch oder eine Businessvorstellung führen willst.
  • Jeder Kontakt trägt einen von vier Status: Offen, Kontaktiert, Interessiert, Abgelehnt. Du stellst ihn selbst ein, die Zähler über der Liste zeigen dir, wo du stehst.
  • Die Zähler zählen Gespräche. Auch eine Absage ist ein geführtes Gespräch und bringt dich in der Liste voran.

Die Namensliste steht: 100 Namen, vielleicht 80. Das fühlt sich gut an, bis Woche 2 beginnt und eine Frage im Raum steht: Wen rufe ich zuerst an? Ohne Antwort greifen viele zum Naheliegenden. Sie beginnen bei dem Namen, der oben auf dem Zettel steht, und warten auf eine Reaktion, während 40 andere Namen unberührt bleiben.

Eine zweite, kürzere Liste löst das. Dieser Artikel beschreibt, was die 45er-Liste ist, wie du die 45 Kontakte aus deiner Liste auswählst, was die vier Status bedeuten und wie du in der Woche damit arbeitest. Wie die Liste mit den 100 Namen entsteht, beschreibt der Artikel Namensliste im Network Marketing.

Was ist die 45er-Liste?

In teamora gibt es zwei „Strategische Listen“. Sie bauen aufeinander auf:

ListeWer steht drauf?Wofür?
100er-NamenslisteFamilie, Freunde, BekannteErste Ansprache
Warme Kontakte (45er)Deine vielversprechendsten Kontakte aus der 100er-ListeProduktgespräche oder Businessvorstellung

Die erste Liste sammelt, die zweite sortiert. Die 100er-Namensliste gibt dir den Überblick über alle, die du kennst. Die 45 Kontakte sind die Menschen, bei denen du dir ein Gespräch am ehesten vorstellen kannst und mit denen du beginnst.

Wie wählst du die 45 aus den 100 aus?

Vier Fragen helfen bei der Auswahl. Du stellst sie zu jedem Namen auf deiner Liste:

FrageWarum sie hilft
Habe ich in den letzten Monaten mit der Person gesprochen?Wer erreichbar ist, antwortet eher, und der Einstieg fällt leichter.
Gibt es einen Anlass, über den ich sprechen kann, etwa ein Thema oder eine Lebenssituation?Ein konkreter Anlass macht aus einer Nachricht ein Gespräch.
Vertraut mir die Person, und vertraue ich ihr?Ein Produktgespräch trägt auf Vertrauen.
Kann ich mir das Gespräch ohne Druck vorstellen?Wer ein ungutes Gefühl hat, formuliert zögerlich, und das merkt das Gegenüber.

Als Orientierung: Wer mindestens drei der vier Fragen mit Ja bekommt, kommt in die engere Wahl. Die Auswahl bewertet Gesprächschancen. Wie wichtig dir ein Mensch ist, geht in die Rechnung nicht ein. Enge Familienmitglieder können auf der 45er-Liste stehen oder erst einmal fehlen, das entscheidest du.

Wie du auf die 100 Namen kommst, zeigt der Artikel Namensliste erstellen: Wen aufschreiben?. Das Sammeln und das Auswählen sind zwei getrennte Schritte: Erst schreibst du alles auf, danach ordnest du.

Was bedeuten die vier Status?

Jeder Kontakt in der 45er-Liste hat einen Status. Du änderst ihn pro Kontakt selbst, direkt in der Liste.

StatusBedeutungNächster Schritt
OffenNoch kein Gespräch geführtKontakt für die Woche einplanen
KontaktiertDu hast dich gemeldet, eine Antwort oder ein Gespräch steht ausNachfassen, nach einem ruhigen Rhythmus (Follow-up im Network Marketing)
InteressiertDie Person zeigt InteresseGesprächstermin vereinbaren, Gesprächsnotiz festhalten
AbgelehntDie Person hat klar abgesagtAbsage respektieren, Kontakt ablegen

Der Status gibt dir einen ehrlichen Blick darauf, wo du stehst. Er benennt den Stand des Gesprächs, mehr steckt nicht dahinter.

Wie liest du die Zähler über der Liste?

Über jeder Liste stehen fünf Zähler: Kontakte, Kontaktiert, Offen, Interessiert, Abgelehnt. „Kontakte“ zeigt die Gesamtzahl, die anderen vier verteilen diese Kontakte auf die Status. Ein Beispiel mit erfundenen Zahlen:

ZählerBeispiel
Kontakte45
Offen20
Kontaktiert14
Interessiert7
Abgelehnt4

Aus der Verteilung liest du ab, was als Nächstes ansteht:

  • Viele Kontakte auf Offen: Du hast mehr Namen als Gespräche. Plane die nächsten Ansprachen ein.
  • Viele Kontaktiert, wenige Interessiert: Du wartest auf Antworten. Hier hilft ein fester Rhythmus fürs Nachfassen.
  • Abgelehnt wächst: Das gehört dazu. Jede Absage ist ein geführtes Gespräch, und wer Gespräche zählt, sieht Fortschritt auch dann, wenn noch niemand „Ja“ gesagt hat. Wie du Absagen festhältst und wann Schluss ist, beschreibt der Artikel Absage im Network Marketing.

Gerade in den Wochen 2 bis 4 hilft dieser Blick. Wer nach der ersten Absage zweifelt, sieht an den Zählern, wie viele Gespräche noch vor ihm liegen.

Wie arbeitest du in der Woche mit der Liste?

Ein Ablauf als Orientierung, die Zahlen sind Richtwerte:

  1. Zu Wochenbeginn die Zähler ansehen. Wie viele Kontakte sind offen, bei wem steht ein Nachfassen an?
  2. Zwei bis drei Kontakte aus „Offen“ auswählen und ansprechen. Eine kleine Zahl schützt vor dem Gefühl, alles auf einmal erledigen zu müssen.
  3. Den Status auf „Kontaktiert“ setzen, sobald du dich gemeldet hast.
  4. Nachfassen, wenn die Zeit dafür da ist.
  5. Nach jedem Gespräch den Status aktualisieren, damit der Zähler am Wochenende stimmt.

Mit dieser Routine behältst du den Faden auch dann, wenn die Woche voll ist.

Welche Daten gehören in die Liste?

Die Liste zeigt pro Kontakt Name, Kontaktdaten und Status. Erfasse dort nur, was du für das Gespräch brauchst. Für die erste Runde genügen Name und ein Kontaktweg. Zu den Grundlagen, wenn du personenbezogene Daten zu geschäftlichen Zwecken speicherst, gibt es den Artikel DSGVO im Network Marketing.

Wie sieht das in teamora aus?

Die Seite „Strategische Listen“ zeigt beide Listen untereinander, jeweils mit den fünf Zählern. Ein Klick öffnet die Liste. Dort stehen die Kontakte als Tabelle mit den Spalten Kontakt, Kontaktdaten, Status, Tags und Aktionen. Neue Kontakte fügst du über „Kontakt hinzufügen“ hinzu, es sind die Kontakte, die du im System angelegt hast. Der Status ist ein Auswahlfeld mit den vier Stufen, farblich markiert. Tags legst du frei unter „Kontakte“ an, zum Beispiel für den Lebensbereich wie Familie, Arbeit oder Verein. Sie erscheinen dann auch in der Liste.

Zum Schluss

Eine fertige Namensliste ist eine Bestandsaufnahme. Die 45er-Liste macht daraus einen Plan für die nächsten Wochen: eine überschaubare Zahl von Menschen, ein Status pro Person und Zähler, die dir den Stand zeigen. Wer so arbeitet, weiß am Freitag, was am Montag ansteht.

Häufige Fragen

Was ist die 45er-Liste?

Die Liste mit deinen vielversprechendsten Kontakten aus der Namensliste. Sie ist für Produktgespräche oder eine Businessvorstellung gedacht und zeigt dir pro Kontakt einen Status.

Woher kommen die Kontakte in der Liste?

Du fügst sie selbst hinzu. Es sind Kontakte, die du im System angelegt hast.

Wie wähle ich die 45 Kontakte aus?

Mit vier Fragen: Erreichbarkeit, Anlass für ein Gespräch, Vertrauen und die Vorstellung, das Gespräch ohne Druck zu führen. Wer mindestens drei Fragen mit Ja beantwortet, kommt in die engere Wahl.

Was bedeutet der Status „Offen“?

Du hast mit der Person noch kein Gespräch geführt. Neue Einträge starten mit diesem Status.

Kann ich den Status jederzeit ändern?

Ja. Du stellst ihn pro Kontakt selbst ein, damit du siehst, wo du stehst.

Muss ich alle 45 Kontakte ansprechen?

Du entscheidest, wen du wann ansprichst. Die Liste hält fest, bei wem ein Gespräch am aussichtsreichsten ist. Das Tempo bestimmst du.

Worin unterscheiden sich 100er-Namensliste und 45er-Liste?

Die 100er-Namensliste sammelt alle Menschen, die du kennst. Die 45er-Liste enthält die Auswahl, mit der du beginnst.

RM
Ronny Mühlbach
Gründer von teamora

Seit vielen Jahren im Vertrieb zu Hause und seit einigen Jahren selbst im Network Marketing aktiv – aus dieser Praxis weiß ich, was ein CRM wirklich leisten muss, gerade für MLM und Direktvertrieb. Genau dafür habe ich teamora gebaut.

Deine 45 warmen Kontakte, ein Status pro Person.

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